MARION EICHMANN
27 April - 10 Juni 2028 GALERIE AM HOFGARTEN
Die Künstlerin Marion Eichmann (*1974) arbeitet mit Papier. Sie erfasst ihre und unsere unmittelbare Umgebung in Skizzen und detailreichen Zeichnungen – und hält Orte und Gegenstände beinahe fotografisch auf Papier fest. Ihre Werke lässt sie mit Graphit, Pigmenttusche und farbigen Papieren entstehen, welche sie ausschneidet, ordnet und präzise zusammenklebt. Die reliefartigen Bilder und Objekte zeigen uns Gegenstände unseres Alltags, lassen uns aber mit dem so unverwechselbaren „Eichmannschen Blick“ ganz anders auf sie schauen: Kühlschränke, Blumenvasen, Steckdosen, aber auch Spielautomaten, Autos, Mülltonnen oder Stifte im Atelier bekommen auf einmal eine andere Wichtigkeit – man begegnet den Gegenständen plötzlich aufmerksamer und achtsamer. Faszinierend kleinteilig erschafft Marion Eichmann außerdem Ansichten großer Metropolen wie New York, Tokyo, Istanbul oder Berlin.
Marion Eichmann verfolgte von Beginn an den Plan, ihre Zeichnungen ins Plastische zu übertragen. Im Laufe ihrer künstlerischen Laufbahn hat sie dafür eine einzigartige Technik entwickelt. Bei einigen ihrer jüngsten Papiercollagen liegen zahlreiche Flächen, manchmal bis zu 12 Schichten, übereinander. Eichmanns Werke sind eine handwerkliche Meisterleistung. Trotz ihrer Detailverliebtheit ist es der Künstlerin wichtig, dass ihre vielschichtigen Bildwerke ausgewogen und lebendig bleiben.
Marion Eichmann verfolgte von Beginn an den Plan, ihre Zeichnungen ins Plastische zu übertragen. Im Laufe ihrer künstlerischen Laufbahn hat sie dafür eine einzigartige Technik entwickelt. Bei einigen ihrer jüngsten Papiercollagen liegen zahlreiche Flächen, manchmal bis zu 12 Schichten, übereinander. Eichmanns Werke sind eine handwerkliche Meisterleistung. Trotz ihrer Detailverliebtheit ist es der Künstlerin wichtig, dass ihre vielschichtigen Bildwerke ausgewogen und lebendig bleiben.
Kunstprojekt für den Deutschen Bundestag
Im Jahr 2020 erhielt die Künstlerin vom Kunstbeirat des Deutschen Bundestages den Auftrag, das Parlament auf ihre eigene Weise in Papierschnitten zu porträtieren. Vom Frühjahr 2021 bis zum März 2022 verbrachte sie viele Wochen im Reichstagsgebäude, im Paul-Löbe-, Marie-Elisabeth-Lüders- und Jakob-Kaiser-Haus. Dort beobachtete sie den Alltag einer hochkomplexen Maschinerie, die das Herz der Demokratie fast unsichtbar am Schlagen hält. Ihr Interesse richtete sich dabei sowohl auf medial bekannte Räume und ikonische Fassaden als auch auf selten sichtbare Arbeitsräume, Maschinen, Hinweisschilder und Geräte, die für den reibungslosen Ablauf des täglichen Betriebs dieses Hohen Hauses unerlässlich sind. Im Bistro des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses sind nun einige zentrale Werke der Serie auf Dauer ausgestellt. Sight. Seeing Bundestag
A Year in the Heart Chamber of Democracy
A Year in the Heart Chamber of Democracy
Marion Eichmann’s commissioned artwork for the German Parliament
In 2020 Berlin-based artist Marion Eichmann was commissioned by the Art Council of the German Bundestag to portray Parliament in her very own artistic way. From early 2021 until spring 2022 Marion Eichmann spent many weeks in the Reichstag Building and the connected parliamentary buildings. She keenly observed the everyday life of a highly complex machinery that keeps the heart of democracy beating almost invisibly. Focusing her interest both on iconic facades and settings familiar to the public, as well as on rarely visible workspaces, devices and oft-overlooked details essential to the smooth daily operation of Parliament. The permanent show at the Bistro displays many central pieces out of a series of more than 100 papercuts.Alle Fotos: (C) Roman März
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