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GALERIE AM HOFGARTEN - MÜNCHEN

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LEON FIAND
Der Bildhauer (*1992 in Kassel) ist der Sohn des Künstlerehepaars Kristina Fiand/ Ernst Groß und folgt seinen Eltern im Umgang mit dem Werkstoff Holz. Im Zentrum seiner bildhauerischen Arbeit steht mittlerweile die Figur. Mit Kettensäge, Schnitzeisen und Farbe entstehen Menschen und Tiere aus groben Holzstämmen. Leon Fiand reizt der direkte, intuitive Umgang mit dem Material und der Prozess, in dem sich die Figur Schritt für Schritt aus dem Holz entwickelt.
In seiner künstlerischen Laufbahn hat er sich vornehmlich mit zwei sehr unterschiedlichen Sujets beschäftigt:
Während und auch noch nach seinem Studium in Halle beschäftigte er sich viel mit automatenhaften Skulpturen - seine Idee dahinter beschrieb er selbst folgendermaßen:
"Eine Rasenfläche wird unter hohem technischen Aufwand zu maximalem Wachstum angeregt und einmal in der Woche abgemäht. Die Wurzeln hängen in einem Tank und werden mit einer Nährlösung besprüht.  Während des Optimierungsprozesses sind interessante Wurzelgebilde entstanden, die zusammen mit der Installation ausgestellt werden.
Bei meinen automatenhaften Skulpturen untersuche ich, wie sich Skulpturen neben Ihrer physischen Ausdehnung noch im Raum ausbreiten können. Das geschieht in Form von Bewegung, Geräuschen, Gerüchen und Wachstum. Die Arbeit „count on me“ wird mit Hilfe eines Joysticks direkt gesteuert und funktioniert nach dem Prinzip einer Drückfigur. Alles ist in Bewegung. Figuren steuern durch den Raum. Manche stehen auf wackeligen Beinen, andere stürzen schon in sich zusammen. Dinge schießen aus dem Boden und künden schon von etwas Neuem.
Bei der Arbeit „an experimental view“ steuert der Betrachter die Bewegung der Figur im Käfig selbst. Bei den Arbeiten „Vater und Sohn“ und „Zu zweit allein“ wird durch die Betätigung eines Fußschalters eine einprogrammierte Bewegungsabfolge ausgelöst. Arbeiten wie endless summer oder Versuch eines Kreislaufs spielen mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur und dehnen sich durch Wachstum und Gerüche im Raum aus."

Heute stehen im Mittelpunkt seines Schaffens vor allem fiktionale Portraits. Leon Fiand dazu:
"Bei meinen technisch oft aufwendigen Arbeiten helfen mir im Verborgenen Menschen aus Internetforen. Einige von ihnen haben mich in den vergangenen Jahren durch diverse Projekte begleitet. Im Laufe der Jahre und endloser Chatverläufe haben sich aus den anfangs anonymen Profilen Charaktere entwickelt. Diesen Charakteren habe ich mit fiktionalen Portraits ein Gesicht gegeben."

STATIONEN
  • 1992 geboren in Kassel
  • 2012-2015  Ausbildung zum Holzbildhauer an der Berufsfachschule für Holzbildhauerei in Berchtesgaden
  • 2015-2021 Studium in der Klasse Bildhauerei Figur bei
    Prof. Bruno Raetsch an der Burg Giebichenstein in Halle (Saale)
  • 2022-2024 Meisterschülerstudium bei Prof. Rolf  Wicker
  • seit Winter 2024 freischaffender Künstler am Werkhof in Großropperhausen

AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
  • 2015 Ausstellungsbeteiligung holzhochdrei in der Galerie am Dom, Wetzlar
  • 2016-2020 jährliche Teilnahme an der Jahresausstellung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule, Halle (Saale)
  • 2016 Teilnahme an der Ausstellung „Karmakonto“ im Stadthaus am Dom in Wetzlar
  • 2018 Ausstellungsbeteiligung Exklusive Landpartie in Großropperhausen für die Galerie am Dom, Wetzlar
  • 2019 Klassenausstellung SweetDreams in der Burggalerie im Volkspark, Halle (Saale)
  • 2021 Diplomausstellung Trick und Masche in der f2 Galerie, Halle (Saale)
  • 2022 Ausstellungsbeteiligung Exklusive Landpartie 2.0 in Großropperhausen für die Galerie am Dom, Wetzlar
  • 2024 Meisterschüler*Innen- Ausstellung take- off 2024 in der Burggalerie im Volkspark, Halle (Saale)
  • 2024 Geranienhaus Schloss Nymphenburg "Art-Verwandt", Galerie Kunststücke München
  • 2025      Kunstzone- Offspace Galerie/ Frielendorf
  • 2025      Exklusive Landpartie 3.0 mit der Galerie am Dom/ Wetzlar
  • 2025      Letzte Reihe / Kunstverein ars avanti e.V. /Alte Handelsschule Leipzig
AKTUELLE ARBEITEN
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