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GALERIE AM HOFGARTEN - MÜNCHEN

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JONAS KÖTZ

25 November 2027 - 15 Januar 2028  GALERIE AM HOFGARTEN
Jonas Kötz lebt und arbeitet auf der Elbinsel Krautsand. Seit seinem Studium zum Kommunikationsdesigner schreibt und zeichnet er Kinderbücher, von denen inzwischen über vierzig erschienen sind. Heute arbeitet er hauptsächlich als Bildhauer. Seine Skulpturen aus Eichenholz und aus alten Dalben aus dem Hamburger Hafen finden sich im öffentlichen Raum und als Kunst am Bau in ganz Norddeutschland. In ihrer Schlichtheit und mit ihren rundlichen Formen strahlen seine Figuren große Sympathie aus.
So wie auch der Bildhauer (geb. 1065) selbst. Seine
Faust ist mit feinem Holzstaub überzogen, als er sie dem Besucher zum Gruß hinstreckt, genau wie seine Wollmütze und die schwere Zimmermanncordhose. Er lacht und ruft den aufgeregt bellenden Hofhund Coco zurück. Bis eben stand der Bildhauer noch in seiner Werkstatt. Sie befindet sich in der Scheune seines 300 Jahre alten Hofes auf der Elbhalbinsel Krautsand, direkt hinter dem Deich.

Sowohl Haus und Scheune als auch das ehemalige Backhaus, das Kötz und seine Frau Ami als Ferienhaus vermieten, sind reetgedeckt. Auf dem weitläufigen, abgelegenen Grundstück mit Wiesen, Teich und alten Bäumen erschafft der gebürtige Hamburger seine populären Holzfiguren – seine Knollennasen oder auch „die Jungs mit dem Bäuchlein“.
In klarer und ikonischer Bildsprache mit rundlichen Formen stehen seine Figuren aufrecht und unbewegt, während sie freundlich nach vorne schauen. Es zeichnet  ist ganz bei sich und strahlt eine große Ruhe und Zufriedenheit aus. Er schnitzt sie aus alten Dalben aus dem Hamburger Hafen. Sie bestehen aus robustem Bongossiholz und eignen sich hervorragend für den Einsatz im Freien. Und sie stehen im Norden mittlerweile an vielen Orten: Auf Norderney, Föhr, in Sahlenburg, am Vörder See, in der Mitte eines Kreisverkehrs in Stade-Schölisch und natürlich am Krautsander Deich. Als „öffentliche Aufträge“ bezeichnet er diese Figuren, denn sie sind für jedermann sichtbar. Kötz liebt das Wasser, vor allem die Elbe, die er „seinen Fluss“ nennt und er segelt gern. Da ist es nur konsequent, dass einige seiner Werke auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 4“ zu finden sind.  
Kötz ist für einen Tag im März auffällig braun gebrannt. Erst vor wenigen Tagen ist er von einem längeren Aufenthalt auf Mallorca zurückgekehrt. Im Gepäck hatte er mehr als 50 Holzblöcke, aus denen 53 seiner berühmten Skulpturen, die er liebevoll "seine Jungs" nennt, entstanden sind. Diese reisen ihm nun per Spedition hinterher, damit sie pünktlich zur Ausstellung Ende April in Hamburg sein können. Von Haus aus ist Kötz Kinderbuchillustrator, hat zahlreiche pixi- und andere Bücher geschrieben, für die Sesamstraße gezeichnet und irgendwann angefangen, das, was er zeichnete, auch aus Holz zu schnitzen. Ob das so einfach geht?  „In meiner Welt schon“, sagt er. Ein Zeichner müsse seine Figuren von allen Seiten kennen und dann könne er sie auch schnitzen. „Aber ich kenne auch einige Bildhauer, die können überhaupt nicht zeichnen“, gibt er schmunzelnd zu. Überhaupt lacht und schmunzelt Jonas Kötz viel. Das Zeichnen liebt er nach wie vor, doch seine Skulpturen sind mittlerweile so gefragt, dass er immer seltener am Zeichentisch sitzt.
Sein Vater Hein Kötz hat es in einer launigen Rede auf einer Vernissage im Museum Langes Tannen im Jahr 2026 bereits trefflich auf den Punkt gebracht: "Er hat es aus sich selbst geschafft!"

STATIONEN
1965 in Hamburg geboren, war es Jonas Kötz in der Schule meist so langweilig, dass er nebenher gerne zeichnete – der Beginn einer künstlerischen Karriere nahm seinen Lauf. Nach dem Abitur und dem Zivildienst und einem Jahr „Schafescheren“ in Australien studierte er Kommunikationsdesign in Hamburg.  1997 zog Jonas Kötz mit seiner Frau Ami, die den japanischen Fischdruck GYOTAKU beherrscht, eine traditionelle japanische Kunstform, und dem ersten von drei mittlerweile erwachsenen Kindern nach Krautsand. Der Hof, auf welchem er heute seine Bildhauerei ausübt, war schon damals Atelier, denn der Bildhauer Wigand Witting und seine Frau, Theaterschauspielerin Angelika Winter, bewohnten ihn lange Zeit, bevor sie nach Frankreich zogen.

AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
2019 Geresheim am Jachthafen "Meine Jungs"
2024 Galerie im Elysée „Ballkunst“ – Eine Ausstellung zur Fußball-Europameisterschaft
2026 Robbe & Berking Museum, Kunst schaffen, Flensburg

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